42. Definieren sie bitte den Begriff „Digital Divide“ und erläutern Sie dabei auch, was man unter sekundärem Digital Divide versteht.

Der Begriff des Digital Divide (auch: digitale Spaltung) bedeutet, dass die Gesellschaft in Menschen, die Informationstechnologien nutzen (können) und solche, die es nicht tun können, eingeteilt werden kann. Anders gesagt, “information rich” und “information poor”.

Einige Hauptgründe:

Digital Dividide passiert nicht nur innerhalb eines Staates sondern (besonders geprägt) zwischen verschiedenen Regionen der Welt (Drittweltländer, Entwicklungsländer, Industrieländer). Unter dem Begriff des sekundären Digital Divide versteht man ungleiche Computer-Alphabetisierung. Das Bedeutet, dass der Zugang zum Internet zwar (mehr oder weniger) vorhanden ist, aber kann wegen mangelnder “computer literacy” nicht von Massen genutzt werden.  

Aber es gibt auch ungleichheiten innerhalb des Internets: User sind durch verschieden hohe online skills, wissen und befugnisse (z.B. Administrator, Forenadmin,...) unterschiedlich gestellt und befugt!

43. Mit welchen anderen Formen sozialer Ungleichheit korreliert der Digital Divide?

Digital Divide korreliert mit einer Vielzahl von sozialen Ungleichkeiten zwischen Klassen, Generationen und Geschlechtern. Der wichtigste Faktor in entwickelten Ländern, der den Digital Divide bestimmt, ist der ökonomische Faktor: wer sich Computer und Onlinegebühren nicht leisten kann, wird Internet seltener nutzen. Generell gilt auch, je geringer das Bildungsniveau, desto grössere sind die Zugangsbarrieren zum Internet. In einigen Ländern gibt es auch einen ethnischen Divide: in den USA ist zum Beispiel der Anteil der Afroamerikaner im Netz viel niedrieger als der Anteil der anderen (White, Hispanic, Native). Durch Armut,Krankheit,Analphabetismus... wird man auch "beschränkt" Oft gibt es auch einen großen Unterschied von "Nord- Süd" (also "arm-reich")

 

44. Wer sind im globalen Maßstab die „information rich“, wer sind die “information poor“?

Information rich: USA, UK, Deutschland, Japan, Singapor, Skandinavien Information

poor: Südamerika, Osteuropa, Afrika, China, Indiem, Latein Amerika

 

45. Wer sind im europäischen Vergleich die „information rich“, wer sind die „information poor“?

Information richt: UK, Deutschland, skandinavische Länder, Island, Dänemark,Schweiz,Österreich

poor: Italien, Griechenland, Frankreich, "Russland",Mazedonien, Ukraine, Bulgarien,Serbien/Montenegro, Romenien

46. Wie stellt sich informationelle Ungleichheit in Österreich dar (gender, Stadt-Land, Alter, Bildungskapital)?

Gender : Früher: Frauen generell weniger zugang zu internet, bei männer( burschen) hohe identifikation mit technik (als hobby, beruf etc) Da aber die Techni immer einfacher wird =< Bei den Leuten unter 40 ist das Verhältnis Männer – Frauen beinahe ausglichen. In der Altersgruppe über 40 Jahre haben die Männer noch ein größeres Übergewicht am Nutzeranteil. (Die Kluft wird aber immer geringer)

Stadt-Land : In den Städten ist der Nutzeranzahl grösser als auf dem Land. Generell gilt, je grösser die Stadt (Ort), desto höher ist der Anteil an Internetnutzern in der Bevölkerung.

Alter: Der Anteil ist bei den Jugendlichen (14 – 19) am höchsten (ca. 67 %). Danach fällt der Anteil kontinuierlich ab und ist bei der Altersgruppe >70 nur noch 2%.

Bildungskaptial : je geringer der Bildungsstand, desto niedriger der Anteil an Internetnutzer. Auch hier ist bei „niedriger“ Bildung der TV Konsum höher. TREND: bei den Hochqualifizierten ist der Anstieg an Nutzern wesentlich höher als bei Personen mit „geringerer“ Bildung.

 


47. Was ist Androzentrismus? Wie stellt sich Andozentrismus im Internet dar?

Unter Androzentrismus (nach Rena Tangens) wird eine Weltanschauung verstanden, die Männer als Zentrum, respektive als Maßstab und Norm versteht. Man könnte also den Androzentrismus als gesellschaftliche Fixierung auf den Mann oder das "Männliche“ verstehen. Folge davon: das Leben bzw die Sichtweise der Frau kann nur schlecht verstanden werden) Der Normalfall ist männlich; weiblich ist nur eine Zusatzeigenschaft. Der Androzentrismus ist aber nicht mit dem Sexismus zu verwecheln: hier werden die Frauen nicht als minderwertig betrachtet, sondern nur als „das Andere“ oder eine „Abweichung von Norm“.

Androzentrimus im Internet

48. Auf welche Art und Weise unterscheidet sich das Nutzerverhalten von Mädchen und Burschen bzw. Männern und Frauen (Sozialisierung, Zugang/Erstkontakt, Umgang mit dem Computer)? Zugang/Erstkontakt: Umgang mit Computer:

 

49. Beschreiben Sie bitte drei Sinus-Milieus in Österreich, in denen ein sehr hoher Interesse am Internet vorhanden ist.

1. Etablierte: mittleres Alter, hohes Bildungs- und Einkommensniveau Haben beruflichen und materiellen Erfolg, sind offen für kulturelle und technologische Wandel, sind Familienorientiert, ,soziale Beziehungen.

2. Postmaterielle: hohes Einkommens- und Bildungsniveau, hoher Frauenanteil, urban Sie sind tolerant, weltoffen, skeptisch gebenüber Globalisierung, konsumkritisch.

3. Moderne Performer: unter 40, hohes Einkommen, hohes Bildungsniveau, viele Singles, urban. Sie sind flexibel, mobil, leistungsorientiert, risikobereit, neue Technolgien Teil des Alltages, Befürworter der Globalisierung und haben einen altäglichen Kontakt mit den IKT

4?. Experimentalisten: Sehr jung,oft ohne Einkommen gut situiertes Elternhaus,hohes Bildungsniveau,urban Werte:ich bezogende Lebensstrategie,Sinnsuche,Rebellion,Patchwork-Biografien, vielfältige Erfahrungen

 


50. Besprechen Sie informationelle Ungleichheit in Österreich und benutzen Sie in Ihrer Darstellung die drei Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu.

Ökonomisches Kapital (geld): Zugang zu Wissen kostet Geld (Computer,Internetanschluss),deswegen divide entlang unterschiedlicher Einkommen. Kult ur elles Kapit al: divide ent lang Bildung . Mat ur ant en und St udent en haben mehr Zugang (bzw mehr Wissen über Zugangsmöglichkeiten) als Lehrlinge oder Arbeiter Soziales Kapital:Soziale Zugehörigkeiten,Gruppenbildung,Freundeskreis Digital divide geprägt durch dispositionen: (Familie, Klasse,Gruppe,gender,ethnische Zugehörigkeiten)  

 

51. Was ist „informationelle Selbstbestimmung“? Definieren Sie den Begriff und unterziehen Sie ihn einer kritischen Diskussion.

Informationelle Selbstbestimmung bedeutet, dass jeder selbst bestimmen kann, was andere über ihn wissen und welche Daten über ihn gesammelt bzw. bewertet werden.und über ihn existieren. Das ist ein Grundrecht in meisten europäischen Staaten. Dieses Recht wird aber heutezutage berechtigter oder unberechtigter Weise eingeschränkt (z.B. durch Datenschutzgesetz 2000, Schutz gegen Terrorismus). Ausserdem, sind die Privacy und Anonymität im Internet heute kaum noch vorhanden.

Ein paar Beispiele:

Problem der Realisierung: Wer bestimmt welche Daten wann verwendet werden ? (Wie) Kann man kontrollieren ob und welche Daten weitergegeben werden ? Durch rasante technische Entwicklung praktisch unmöglich zu realisieren.


52. Welche Eigenschaften weist das „elektronische Panopticon“ auf?